Die Geschichte
16. August 1937
Germain CELETTE ist 16 Jahre alt, als er die technische Schule in Vienne mit Erlangung des Diploms erfolgreich abschließt. Er beginnt sein Berufsleben als Mechaniker in der Textilfabrik BECHEVIENNE.  
13. Mai 1947
Nach dem Krieg eröffnet Germain CELETTE in Vienne eine Werkstatt für Motorräder und andere Maschinen.  
18. Januar 1952
Germain CELETTE kauft eine Werkstatt, die am 8.12.1952 durch einen Brand, der in einer benachbarten Tischlerei aus- bricht und rasch übergreift, vollständig zerstört wird. Im selben Jahr bittet ihn ein Freund, der einen Karosseriebetrieb besitzt, ein Gerät zu erfinden, mit dessen Hilfe selbsttragende 4CV-Karosserien repariert werden können. Germain CELETTE entwickelt nach eigenen Ideen aus gebrauchten Stahlprofil- platten die erste Richtbank mit den dazugehörigen Richtsätzen. Die Gesellschaft SIMCA SALVEA in Lyon, die für ihre Mo- delle vergleichbare Werkzeuge benötigt, erfährt von dieser technischen Neuheit und nimmt Kontakt mit Germain CELETTE auf. Zur Erprobung der Richtbänke stellt SIMCA SALVEA ihm eine Karosserie des Modells ARONDE zur Ver- fügung.

Germain CELETTE jedoch lenkt seine Bemühungen bereits in Richtung einer Multi-Funktions-Richtbank, weshalb er auch die beiden anderen französischen Automobile der 50er Jahre, den CITROEN TA und den 203 PEUGEOT in seinem technischen Konzept berücksichtigt.

Das Entwicklungsziel ist eine universale Richtbank, die sich mittels austauschbarer Richtsätze an die verschiedenen Auto- mobil-Modelle anpassen läßt.

Der Wiederaufbau der abgebrannten Werkstatt erweist sich als unmöglich, da das im Stadtzentrum gelegene Werksgelände zwischenzeitlich enteignet worden ist. Die ersten Richtbänke werden deshalb in einem alten, zwischen den Ruinen der Werk- statt aufgestellten, Eisenbahnwagon der SNCF produziert.

Mittlerweile praktisch mittellos aber ungebrochenen Mutes er- greift Germain GELETTE die Gelegenheit, sich in einer kleinen Werkstatt einzurichten, die ihm ein Freund zur Verfügung stellt.

 
April 1954
Ein Prototyp der Universal-Richtbank wird der Öffentlichkeit erstmals anläßlich der Messe Lyon auf dem Stand der Societe MESTRE & BLATGE vorgestellt. Die Universal-Richtbank stößt in eine Marktlücke in der Automobilbranche. Der kommer- zielle Erfolg nimmt seinen Anfang.  
Mai 1957
Der Kauf der Fabrik Denfert-Rochereau, die einigen unter Ihnen bekannt sein dürfte, wird vollzogen. Das Export-Geschäft beginnt. Deutschland wird zum ersten aus- ländischen Absatzmarkt. Die Schwierigkeiten auf dem deutschen Markt sind erheblich. Französische Produkte genießen in der Nachkriegszeit aufgrund ihrer mangelhaften Qualität und zahlreicher, in der damaligen Instabilität Frank- reichs begründeter, Lieferschwierigkeiten ein denkbar schlechtes Image. Durch große Beharrlichkeit, überzeugende Qualität und vor allem technische Fortschrittlichkeit entwickelt sich der Export zu einem Erfolg. Die Exportaktivitäten werden rasch auf andere europäische Länder und schließlich auf den gesamten Weltmarkt ausgedehnt.  
1965
1965 Das technische Versuchszentrum des schwedischen Versiche- rungskonzerns VAXJÖ, geleitet von Kurt Johansson, optiert für die Richtbänke von CELETTE.  
Dezember 1973
Der beständig zunehmende Geschäftsumfang und die wachsende Belegschaft erfordern eine Ausdehnung der Verwaltungs- und der Produktionsstätten. Germain CELETTE erwirbt die ehe- malige Textilfabrik Bechevienne, dieselbe Fabrik in der er sein Berufsleben begann, und wo bis heute die Richtbänke und alleübrigen Karosseriewerkzeuge produziert werden.

Der Export bleibt das große Anliegen der CELETTE S.A. Für die Automobile aus aller Welt werden deshalb ständig neue Richtsätze entwickelt.

 
1975
1975 Germain CELETTE wird der Ehrentitel "Chevalier de l'Ordre National du Mérite" verliehen.  
Oktober 1977
Das Technik-Zentrum wird eröffnet. Auf 800 m2 werden alle Produkte der CELETTE S.A. ausgestellt und vorgeführt. Im Technik-Zentrum werden jedes Jahr zahlreiche Besucher be- grüßt (ca. 2000 im Jahre 1991). Importeure, Ingenieure, Tech- niker, Handelsvertreter, Mechaniker, in- und ausländische Automobilexperten wohnen, nach einer kurzen audio-visuellen Einführung, den Vorführungen tatsächlicher Reparaturen von PKW- und LKW- Karosserien bei. Die neuartigen Modultraversen und die SIC Aufsätze werden entwickelt.  
September 1978
Das technische Versuchszentrum des großen deutschen Ver- sicherungskonzerns ALLIANZ demonstriert, unter der Leitung von Prof. Dr. Ing. DANNER, die Reparatur eines Automobils mittels mobiler Blechelemente unter Anwendung elektrischer Zugvorrichtung. Die Reparatur wird auf Richtbänken von CELETTE ausgeführt und der Öffentlichkeit auf der AUTO- MECHANIKA in Frankfurt vorgeführt.  
November 1978
CELETTE S.A. investiert in neue digitalgesteuerte Maschinen, um die Produktion der hydraulischen Zubehör zu optimieren. Kurze Zeit darauf erscheint der erste Sonderkatalog für hydraulische Zubehör.  
13. August 1979
Die andauernde Expansion des Geschäftsvolumens erfordert eine Ausdehnung des Werksgeländes auf 25000 m2 durch den Aufkauf einer angrenzenden Fabrik. Der Personalbestand beläuft sich mittlerweile auf ca. 250 Mitarbeiter. 26000 Richtbänke werden in mehr als 80 Ländern benutzt und diese Zahl steigt täglich (Frankreich und Deutschland konstituieren die bedeutendsten Absatzmärkte). 63% des Gesamtumsatzes wird im Exportgeschäft realisiert.Die Richtbänke von Celette sind für alle Automobile geeignet, deren Karosserie sich aus verschweißten Metallelementen zusammensetzt, unabhängig von der Art der Deformierung durch einen Unfall. Selbst die Folgen eines starken Aufpralls können ohne Sicherheitsbedenken repariert werden. In diesem Zusammenhang darf festgestellt werden, daß die Versicherungsgesellschaften den Produkten von CELETTE seit 25 Jahren ein uneingeschränktes Vertrauen entgegenbringen. Die Fließbandproduktion der Karosserien in den großen Automobilwerken trägt ebenfalls dazu bei, daß die Qualität der Reparaturen hohen Sicherheitsanforderungen genügt, und in Einzelfällen sogar die Teildemontage eines Unfallwagens zu Reparaturzwecken gerechtfertigt ist. Seit der einige Jahre zurückliegenden Einführung der mobilen Richtbank, stellt die Wahl eines geeigneten Installationsstandorts kein Problem mehr dar, und es entstehen keinerlei Montage- bzw. Installationskosten. Die Mobilität der Richtbank erleichtert es ferner, den Unfallwagen von einer Arbeitsstätte zur anderen zu bewegen.Ausgestattet mit dem Viel-Winkel-Zugsystem COBRA 3 und den Verankerungsklammern ermöglicht die Universalrichtbank dem Karosserie-Fachmann die perfekte Durchführung verschiedener Arbeitsschritte: vermessen, positionieren, richten und schweißen.  
März 1980
Die neue Produktpalette von CELETTE spiegelt die neuen Anforderungen wieder: Zeitgewinn ohne Qualitätsverlust bei der Reparatur, verbesserter Arbeitskomfort und Beachtung der neuen, strengeren Sicherheitsnormen in allen Ländern. Die Entscheidungen der Versicherungsgesellschaften üben einen großen Einfluß auf die Automobil-Reparatur-Branche aus. Die Richtbänke von CELETTE werden von den Versicherungsgesellschaften zum Standard erkoren.

Die Universal-Richtbank von CELETTE wird zum klassischen Werkzeug des Karosserie-Fachmanns. Wird die Qualität einer Reparaturarbeit in Zweifel gezogen, und führt die zu einer gerichtlichen Auseinandersetzung, kommen die Richtbänke von CELETTE zum Einsatz. Die Meßergebnisse auf den Richtbänken von CELETTE bilden eine Grundlage der Entscheidungsfindung der Gerichte.Der Frühjahrskatalog PRINTEMPS 1980 überrascht die Fachwelt mit der Ankündigung von 220 Modellen. CELETTE verfügt mittlerweile über ein ausgedehntes nationales und internationales Vertriebsnetz, insbesondere auch um den Verleih von Richtsätzen zu lenken. Um dem Kunden einen optimalen Service und kürzeste Liefer- zeiten zu garantieren, hält CELETTE auf einer Lagerfläche von über 8000 m2 ständig Fertigprodukte im Warenwert von 20 Millionen Franc zur sofortigen Auslieferung bereit.Die Universal-Richtbank und die selbsttragende Karosserie sind aufeinander abgestimmt. Damit hat sich ein französisches Konzept, trotz anfänglicher Widerstände, Schritt für Schritt auf dem Weltmarkt durchgesetzt. Auch in den USA gewinnen selbsttragende Karosseie-Konstruktionen den Markt. Germain CELETTE und seine Techniker ent- wickeln folglich in enger Kooperation mit den großen US- amerikanischen Automobilkonzernen zahlreiche Richtsätze für die neuen amerikanischen Modelle. Die Richtbänke und Zubehör werden in Tokyo ausgestellt. Das System CELETTE ist in Japan bestens eingeführt. Alle großen japanischen Automobilkonzerne arbeiten bereits erfolgreich mit CELETTE zusammen.

 
Oktober 1981
MESURE 2000, SYSTEM 5000 und neue Richtsätze komplettieren mit großem Erfolg die Produktpalette von CELETTE. Die neue Produktlinie MUF 7 in modernem Design bringt eine nochmalige Steigerung der Einsatzeffizienz.  
Oktober 1982
Neue Roboter und eine zentrale Digitalsteuerung der Maschinen optimieren den Produktionsprozeß und die Produktqualität.

Die Informatik hält auch Einzug in die übrigen Unternehmensbereiche, insbesondere in die Abteilungen Vertrieb und Controlling. Eine neue, hochwertige Produktlinie hydraulischer Zugsysteme wird entwickelt und in einem Sonderkatalog präsentiert. Der Erfolg des Systems MESURE 2000 setzt sich insbesondere aufgrund der technischen Überlegenheit fort.

 
1983
1983 Ein wichtiges Jahr: 30000 CELETTE-Richtbank rollt vom Band. Zu diesem Anlaß werden drei feierliche Übergaben organisiert: *Die 30000 Richtbank wird dem Ausbildungszentrum von MERCEDES BENZ in Sindelfingen während der IAA in Frankfurt überreicht. * Die 30001 und 30002 Richtbank werden glücklichen Los- gewinnern auf der Messe in Lyon bzw. auf der EQUIP'AUTO in Paris übergeben.  
1984
1984 Die neue Produktlinie 4 Tonnen für hydraulische Zugsysteme wird erstmalig in den Katalog aufgenommen. Die LKW-Richtbank BPL.500 komplettiert das CELETTE-Angebot im LKW- Sektor.Der Vernetzung aller Verwaltungsstellen mit leistungsfähigen Terminals folgt die Ausstattung des Entwicklungszentrums mit modernster CAD/CAM-Technologie.  
1985
1985 Der Einsatz der CAD/CAM-Technologie ermöglicht die Entwicklung des revolutionären High-Tech-System MC 8, konzipiert für die nächste Automobilgeneration, sowie wichtige Neuerungen des Systems MZ.  
1986
Ein neues, dynamisches CELETTE-Verkäufer-Team für Frank- reich wird organisiert. CELETTE, Marktführer in seiner Produktsparte, wird in französischen Klub "Nr. 1 MONDIAUX " aufgenommen.  
1987
CELETTE nimmt weltweit an 31 Fachmessen teil. Die Markteinführung des Systems LAKUDA erfolgt. In Turin wird eine Vertretung für den italienischen Markt geschaffen.  
1988
1988 Die Modernisierung der CAD/CAM-Ausstattung und des internen Rechenzentrums wird vorgenommen. Die Umstellung auf die vollständig digitalgesteuerte Fertigung wird eingeleitet. Die Entwicklung der neuen Produktlinie "Karosserie-Arbeitsfeld" wird abgeschlossen. Das System MT 10 wird auf den Markt gebracht. Ab Ende 1988 wird die Stanzung der Richtbänke digital gesteuert. Die Modernisierung der Lagerbestückung sowie der Lagerhaltung erfolgt.  
1989
Desktop Publishing wird eingeführt. Vorstellung von ECO 2000. Eine Hebevorrichtung, mit der die Fahrzeuge auf die Richtbänke gehoben werden können.  
1990
Die Fließbänder werden mit Schweißrobotern bestückt. Das Firmengelände wird um einige Gebäude erweitert, um die nächste, für 1992 vorgesehene Etappe der Roboterisierung vorzubereiten. Die Gasschneidemaschinen werden auf Digitalsteuerung umgestellt. In der Schweiz wird eine Zweigniederlassung gegründet.  
1991
1991 Die Digitalsteuerung des gesamten Produktionsablaufs wird weiterentwickelt. Das System BPL540 stellt eine Weiterentwicklung des Vorgängersystems BPL dar, erweitert insbesondere um ein Miniatur-Lasersystem. Das System LAKUDA wird mit einer Fernbedienung für die hydraulischen Funktionen ausgestattet. CELETTE präsentiert seine Produkte auf 35 internationalen Messen und zahlreichen nationalen Ausstellungen. Gleichzeitig ist CELETTE bemüht, seine Präsenz auf den neuen Märkten in Osteuropa zu verstärken. CELETTE beschäftigt in Vienne 340, weltweit 500 Mitarbeiter. Die Zweigniederlassung CELETTE JAPON nimmt ihren Sitz in Tokyo.  
1992
Ausstellung des Systems Sevenne, letztes Modell von Richtbank zum Wiederaufbau mit zusätzlicher Hebevorrichtung für eine optimale Arbeitshöhe.

MENYR 3, eine Zusammenstellung mit Richtbank und Zug- Türmen, speziell zur Wiederausrichtung der LKW Fahrerhäuser geeignet.

Mit dem Klub "Nr. 1 Mondiaux" ist CELETTE auf der Weltausstellung in Sevilla im französischen Pavillon vertreten. Die Universal-Richtbänke von CELETTE werden unter der Kategorie"Intelligente Maschinen" ausgestellt.CELETTE schließt ein Vertriebsabkommen für den japanischen Markt mit der tokyoter Firma BANZAI. Die F & E-Abteilung wird personell und materiell verstärkt, um mit der Entwicklung neuer elektronischer und digitalgesteuerter Produkte die marktführende Position zu festigen.

 
1993
Weiterentwicklung und Erneuerung der Informatiksysteme und GPAO. In den Kurz zuvor erworbenen Gebäuden in der Avenue Berthelot wird eine neue moderne Produktionsstätte zur Fertigung von Richtbänken errichtet.  
1994
1994 Einsetzen des neuen hydraulischen Werkstattes Avenue Berthelot. Strukturierung der Ausführung in östlichem Europa. Vorbereitung eines neuen elektronischen Meß-System.  
1995
1995 Markteinführung vom "Kurzzeit-Karosserie-Arbeitsplatz", sowie von "VEGA", kleine Aufrichtungsanlage, die in diesem System integriert wird.  
1996
1996 Vorführung des Meß-Systems "NAJA", computergesteuert, anläßlich der Frankfurter Messe. Eröffnung des Betriebes YANCHENG-CELETTE, zur Herstellung von Produkten, die für den chinesischen Markt bestimmt sind.  
1997
1997 Einführung von GRIFFON, Richtbank mit hoher Hubfähigkeit, mit Laufrillen und integriertem fahrbaren Hebesystem, zum Einsetzen der Fahrzeuge auf dem MZ-System.  
1998
1998 VEGAMAX, Richtsystem mit Hubvorrichtung, speziell zur Reparatur von Geländefahrzeugen.  
1999
1999 Über 55000 CELETTE-Richtbänke sind von nun an weltweit im Einsatz. Der Verkaufserfolg des elektronischen Messsystems NAJA bestätigt seinen technologischen Vorsprung.